Essentielle Fettsäuren:

 

 

Fette pflanzlicher Herkunft enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, und können vom Hund nicht selbst gebildet werden.

 

Öle von Soja, Mais, Leinsamen, Sonnenblumen oder Oliven liefern wertvolle Energien, besonders in Zeiten des erhöhten Bedarfs.

Besonders die Aufnahme an Linolsäure ist bei stillenden Hündinnen wichtig um das Milchfett zu erhöhen.

Palmkernfette und Kokosöle sind wegen ihrer mittellangen Fettsäuren (C8-C12) in größeren Mengen unverträglich und wirken abführend.

 

Fette pflanzlicher Herkunft werden in

einfach ungesättigte Fette und

mehrfach ungesättigte Fette unterschieden.

 

Einfach ungesättigte Fettsäuren sind Omega 9 Fettsäuren und kommen in Olivenöl oder Rapsöl vor.

 

Mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen aus Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Omega-6-Fettsäuren ("Linolsäure") Sie sind unabdingbar für Haut und Haar, die Ausscheidung giftiger Stoffe und den Aufbau der Muskeln.

Omega-3-Fettsäuren ("Linolensäure") wirken Entzündungen und Tumorentstehung entgegen, beeinflussen positiv das Nervensystem positiv, sind Bestandteil der Zellwände und an der Stärkung der Sehfähigkeit beteiligt.

 

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren haben einige gegenteilige Wirkungen, und stehen in einem gegenteiligen Verhältnis bei der Resorption. Liegt mehr Omega-6-vor, wird Omega-3 verdrängt und nicht mehr verstoffwechselt.

 

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren beeinflussen positiv die Beweglichkeit der roten Blutkörperchen. Diese  können durch vermehrte Flexibilität besser durch die Kapillaren fließen und Gewebe gut mit Sauerstoff versorgen.

 

Sie sind an der Bildung von Botenstoffen, den  Eicosanoide maßgeblich beteiligt. Dabei werden die Fettsäuren aus den Zellwänden freigesetzt und von speziellen Enzymen umgebaut. Eicosanoiden  können Entzündungsvorgänge vermindern und die Verklumpung der Blutplättchen hemmen. Dadurch fördern die Omega 3 Fettsäuren die  Fliesseigenschaft des Blutes und schützen  vor Thrombosen.

Die aus den Omega-6-Fettsäuren entstehenden Eicosanoide hingegen fördern zwar die Blutgerinnung, begünstigen aber auch Entzündungsvorgänge.

 

Omega 6 Fettsäuren kommen in der Natur wesentlich häufiger vor als Omega 3 Fettsäuren.

 

Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren verwandeln sich bei Erhitzungsvorgängen in gesättigte Fettsäuren. Deshalb ist es wichtig, das man beim Erwerb von Pflanzenölen darauf achtet, dass es kalt gepresst wurde, und dieses bei der Nahrungszubereitung für den Hund nicht zum Erhitzen verwendet.

 

Um ein günstiges Verhältnis zu erreichen, sollten Pflanzenöle, die einen hohen Anteil an Omega 3 Fettsäuren und einen geringen Anteil an Omega-6 haben, verwendet werden.

 

 

Das optimale Gesamtverhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren liegt bei maximal 1:5.

 

Omega-3     :     Omega-6

1           :           5

 

Leinöl ist besonders geeignet, da es  viermal mehr Omega-3- als Omega-6-Fettsäuren enthält. Weitere günstige  Fettsäurenverhältnisse weisen außerdem Walnuss-, Raps- und Hanföl auf.

 

In Sonnenblumen- oder Distelöl(hoher Omega-6-Anteil und kein Omega-3-Fettsäuren- Anteil) ist das Verhältnis ungünstig.

 

Ein Mangel an essentiellen Fettsäuren zeigt

 

  • Raues trockenes Haarkleid
  • Hautverdickungen
  • Haarausfall
  • Erhöhte Infektionsneigung der Haut
  • Ohrentzündungen durch vermehrte Ohrschmalzproduktion
  • Schlechte Wundheilung

 

Der Bedarf an Linolsäure Omega 6  beträgt im Erhaltungsstoffwechsel 180 mg / Kg Körpermasse / Tag.

 

Die Fettverdauung beginnt bereits im Magen, Hauptlokalisation ist jedoch der Dünndarm.

 

In Trockenalleinnahrungen sollten 1-3 g / 100g Linolsäure enthalten sein.

 

Alpha-Linolensäure (Omega 3) sollte in Mengen von 50mg/Kg /Tag zugeführt werden.

 

In freier Wildbahn lebende Tiere nehmen über die Beutenahrung  die Fettsäuren Omega 3 zu Omega 6 in einem Verhältnis von 5 : 7,1 auf.

 

Hunde benötigen pro Tag , bei ca.20 Kg Gewicht 2 Teelöffel gemahlenen Leinsamen oder einen halben Teelöffel Leinöl.

 

 

Arachidonsäure

 

Die Arachidonsäure, die zu den Omega-6-Fettsäuren zählt, ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln, ganz besonders in Schweinefleisch, enthalten. Hunde bsitzen die Fähigkeit über ein  Desaturierungsenzym in der Leber,  Linolsäure in die essentielle Fettsäure Arachidon umzuwandeln.

Auch Arachidonsäure kann rein pflanzlich gewonnen werden. Die Meeresalge Ascophyllum nosodum hat einen relativ konzentrierten Gehalt an Arachidonsäure mit  wenig Jod. Arachidonsäure ist die Vorstufe von verschiedenen Verbindungen, die an hormonähnlichen Aktionen im Körper beteiligt sind.

 

Aus einem Überangebot  Arachidonsäure  bildet der Körper aber auch bestimmte Entzündungsbotenstoffe aus der Gruppe der Leukotriene und der Prostaglandine die rheumatische Entzündungen der Gelenke bedingen. Je mehr Arachidonsäure mit der Nahrung zugeführt wird, desto mehr entzündungsfördende Stoffe werden gebildet.

 

Für den vegan ernährten Hund essentielle Öle

 

Rapsöl

 

Rapsöl hat mit 23 mg/100 g im Vergleich zu anderen Ölen einen relativ hohen Gehalt an Vitamin E. Sein Gehalt a-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) liegt bei 10%.

Die Fettsäurezusammensetzung von Rapsöl bewirkt eine Schutzwirkung auf das Herz-Kreislauf-System

 

Sonnenblumenöl

 

Sonnenblumenöl enthält  viel Vitamin E, ca. 70 mg/100 ml, Beta-Karotin und Lecithin.

Der Gehalt an Omega 6 Fettsäuren liegt bei ca. 60%. Omega 3 Fettsäuren kommen im Sonneblumenöl nur zu 0,5 % vor.

 

Leinöl

 

Leinöl verfügt über einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren (49%), hormonähnliche Stoffe, die so genannten Lignane (Lignane pflanzlicher Herkunft werden den Phytoöstrogenen zugeordnet.) Sie entfalten im menschlichen Körper eine harmonisierende Wirkung auf den Hormonspiegel.

Leinöl kann Befinden und Stimmung verbessern. Leinöl und Leinsamen sind auch hilfreich bei Diabetes und Bluthochdruck.

 

Hanföl

 

Der Anteil an Omega 3 Fettsäuren liegt bei 20 %.

 

Schwarzkümmelöl

 

Schwarzkümmelöl enthält einen hohen Anteil aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, sowie ätherische Öle, und ist zur begleitenden Behandlung bei  Erkrankungen des Respirationstraktes (asthmatische und chronische Bronchitis), Autoimmunerkrankungen und vielen anderen allergischen Beschwerden geeignet.

Das enthaltene Carvon wirkt harmonisierend auf Magen und Darm.

 

Borretschöl

 

Borretschöl ist reich an Omega 6 Fettsäuren und Dihomo-Gamma-Linolensäure.

 

 

 

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