Gemüsemus

Gemüse:

 

Mit der richtigen Verarbeitung und Zubereitung können Gemüsesorten wie Kohl, Grüner Salat, Spinat uvm….zerkleinert, und/oder gekocht verwendet werden.

Die Verdaulichkeit liegt bei 40 -70 % , sie sind faserreich und decken den Ballaststoffbedarf des Hundes.

Der Bedarf an Mineralien und Vitaminen kann mit Gemüse allein jedoch nicht abgedeckt werden.

Tomaten und Tomatenmark sind pektinreich und können die Nahrung abrunden.

 

Ein guter Frischeanteil an Gemüse ist für Hunde eine optimale Aufwertung der Trocken-Nahrung. Gemüse sollte nicht die Tagesration, oder Teile der Tagesration an ausgewogener Fertignahrung, oder die nach einem vollwertigen Rezept zubereitete Nahrung, ersetzen.

Kartoffeln

 

Kartoffeln sind stärke und pektinreich, und hervorragende energieliefernde Nahrungsmittel.

Mengenmäßig betrachtet ist der Kaliumgehalt vorteilhaft hoch und es sind gute Gehalte an wasserlöslichen Vitaminen vorhanden. Kartoffeln sind reich an Stärke, Eiweiss, Vitamin C, Magnesium, Eisen, B-Vitamine, Folsäure, Fluorid, Phosphor, Kupfer, Zink, Kobalt (für Enzymbildung). Entwässerndes Kalium und Spurenelemente in den Knollen verstärken die körpereigene Produktion von Enzymen.

Kartoffeln müssen in gekochter Form, am besten mit Schale, verwendet werden.

Rohe Kartoffeln sind unverträglich und das Kochwasser ist zu elliminieren, da sich wasserlösliches Solanin ausgewaschen hat. Grüne Teile und die dunklen Stellen, an denen die Knolle auskeimt, unbedingt herausschneiden. Sie enthalten giftige Stoffe.

In Kartoffelflocken oder Pürree ist der Vitamin K-Gehalt geringer, der Na-gehalt kann höher ausfallen.

Kartoffeln können in bis zu 50% der täglichen Ration, bei entsprechenden Rezepturen verwendet werden.

 

Möhren

 

Möhren bestehen vor allem aus Pektinen und Fruchtzucker, und enthalten höchste Mengen an an Provitamin A und ß-Carotine. Weiterhin ätherische Öle, Eisen, B-Vitamine, Folsäure, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Pektin.

 

Karotten sind besonders gut für eine Schonkost geeignte. Die enthaltenen Pektine quellen im Verdauungstrakt schleimartig auf und schützen so die Magen- und Darmschleimhaut. Beta-Carotin sorgt für die Gesundheit von Augen, Haut und Haar.

Pektine und Karotine beugen Krebs vor.

Roh geraspelt, oder püriert mit etwas Fett (Sonnenblumenöl, gegen Lungenkrebs) ist etwas Möhrenbrei für Hunde gut in der Ernährung geeignet. Provitamin A kann Arteriosklerose vorbeugen.

Möhren helfen gut gegen Durchfall und schützen den Darm vor Kolibakterien

 

In der täglichen Verwendung können sie 2-4g als Trockensubstanz und bis zu 15 g als Frischware Verwendung finden.

 

 

Kürbis

 

Kürbis enthält besonders viel Betacarotin, Vitamin E, B-Vitamine, Kalium, Natrium, Magnesium, Eisen, Phosphor, Kieselsäure.

 

Der Kürbis hat milde entwässernde Eigenschaften und ist deshalb gut geeignet bei Bluthochdruck und Herz- und Nierenleiden. Kürbis kann Säureüberschüsse im Körper neutralisieren und Verstopfungen lindern. Kürbis senkt das Risiko für Haut-, Prostata- und Blasenkrebs.

Kürbiskerne enthalten hormonähnliche Phytosterine und viel Zink (Prostatavergrösserung und Blasenschwäche.)

Kürbis kann gekocht in der Hundenahrung Verwendung finden.

 

Zuchini (gelb)

 

Enthalten viel Betakarotin, Vitamin C, Folsäure, Kalium, Kalzium, Phosphor, Mangan, Zink, Selen, Schleim- und Bitterstoffe.

 

Zucchini regen die Darmtätigkeit an und kräftigen das Immunsystem, entwässern, wirken gegen hohen Blutdruck, entsäuern den Körper durch Basenüberschuss.

Bitterstoffe begünstigen die Leber- und Gallefunktionen. Zucchini haben positive Effekte für Blase und Nieren, verbessert den Stoffwechsel in der Haut und lindern Gicht. Selen und Karotin gelten als Krebsschutzstoffe.

Zuchinis können sowohl roh zermust oder auch schonend gegart dem Hund in der Nahrung angeboten werden.

 

Fenchel

 

Fenchel enthält Menthol-Öl, Anathol und kampferartigen Fenchon. Das Gemüse ist reich an verschiedenen Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium, Kalium und Calcium und großen Mengen an Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E und Folsäure. 100 g Fenchel enthalten 24 kcal/98 kj.

Der Gehalt von Vitamin C ist bei Fenchel doppelt so hoch wie bei Orangen! Ein Stück Fenchel roh, falls es der Hund mag, kann Zahnreinigend wirken.

Auch sanft gegart kann Fenchel in der Hundenahrung Verwendung finden.

 

Gurken

 

Gurken enthalten reichlich Elektrolyte,viel Kalium, Kalzium, ein insulinähnliches Hormon und Spuren des schlaffördernden Melatonin. Vitamine und Bitterstoffe leider überwiegend in der Schale. Bioanbau bevorzugen, konventionelle Gurken sind häufig Brom-belastet.

 

Gurken können chronische Verstopfung lösen, entlasten das Herz, regen Nieren und Blase an. Pektin hilft dem Darm, Bitterstoffe gut für Leber, Galle,

Äußerlich aufgetragen können Gurken Ekzeme lindern. Gurkensaft kann bei Fieber kühlen wirken .Gurken sind besonders basenreich..Sie wirken harnsäurelösend und wassertreibend.

Ein Stückchen Gurke ist für viele Hunde eine leckere Belohnung. Gurken können auch als Frischeanteil in die tägliche Nahrung mit einfließen.

 

Tomaten

 

Enthalten Vitaminen A, E, C. Dazu B-Vitamine, Magnesium, Eisen, Kalzium, Phosphor, Kupfer und die Raritäten Kobalt, Zink, Nickel. Ausserdem enthalten sie die Heilsubstanzen P-Cumarin- und Chlorogensäure. Insgesamt etwa 10 000 Pflanzenchemikalien (Phytostoffe) wie Terpene, Flavone, Carotine.

 

Tomaten wirken blutbildend, krebsvorbeugend(durch Lycopin), und blutdrucksenkend. Tomaten unterstützen die Leber bei Entgiftung und befreien den Darm von Fäulnisbakterien.

Bei Nierensteinen sollte von einem Frischezusatz mit Tomaten wegen der enthaltenen Oxalsäure abgeraten werden

 

 

Rote Beete

 

Enthalten:Provitamin A, Vitamine A, B, C, Folsäure, Panthothensäure, Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Zucker, Eiweiß, Fett, Calcium, Phosphor, Natrium, Schwefel, Jod, wertvolle Aminosäuren und Flavone sowie Krebsschutzstoffe.

 

Rote Bete ist ein Gallensekretion förderndes Gemüse. Insbesondere der hohe Eisengehalt unterstützt die Blutbildung und die Tätigkeit der Atmungsfermente.

 

Rote Beete und ihr Saft sind blutbildend, entsäuern den Körper, verflüssigen Fette im Blut und festigen die Wände der Blutgefässe. Rote Bete verbessert die Zellatmung, schützt die Zellen vor freien Radikalen und gilt krebsvorbeugend..Rote Bete ist am wirkungsvollsten als Rohkost.

Achtung: Rote Rüben speichern aber auch Nitrat. Deshalb sollten sie am Besten mit Vitamin-C haltigen Lebensmitteln zubereitet werden. Rote Bete enthält auch Oxalsäure , die Mineralstoffe wie Calcium bindet, und ist deshalb bei Gallenproblemen ungeeignet.

 

Trockenschnitzel aus Zuckerrüben sind reich an im Dickdarm gut verdaulichem Pektin und können ebenfalls in geringen Mengen als Ballaststoff eingesetzt werden.

 

Roter Paprika

 

Provitamin A (Karotin) ist vorwiegend in den roten Schoten enthalten.Sie enthalten außerdem doppelt soviel Vitamin C wie Zitronen, viel Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Eisen. Dazu zahlreiche Farbstoffe,Capsaicin und ätherische Öle.

 

Paprika verbessert die Herzleistung und Durchblutung der Haut, enthält Krebsschutz-Substanzen, dichtet Gefässwände von innen ab, hilft bei Trombosen. Steigert die körperliche Abwehrkraft gegen Infektionen, dämpft Schmerzen und Stressfolgen, lindert Muskelkater und Arthritis, hält das Blut flüssiger, verbessert die Seekraft. Ausserdem harntreibend, lust- und verdauungsfördernd.

 

Achtung: Paprika sollte nur gelegentlich in der Hundeernährung Verwendung finden.(Leber-Nierenschäden)

 

Spargel

 

Spargel ist reich an Vitamin A, C, B-Vitaminen, enthält viel Eisen. Dazu Kalium, Kalzium, Phophor, Jod, Flavone und Saponine. Und seine spezielle Aminosäure, das "Asparagin". In grünem Spargel zusätzlich Chloropyll, insgesamt mehr Biostoffe. Grüner Spargel hat einen höheren Gehalt an Mineralstoffen, Vitamin C, Carotinoiden und B-Vitaminen als weisser Spargel.

 

Spargel regt den Stoffwechsel und die Nierentätigkeit an und wirkt entschlackendSpargel wirkt blutreinigend und unterstützt die Leber- und Lungenfunktionen.

Spargel wirkt entwässernd durch Asparagin, schwemmt Gifte aus, auch Harnsäurekristalle aus Muskeln und Nieren.

Hunde mit chronische Nierenkrankungen (Nierensteinen, erhöhte Harnsäurewerte) sollten keinen Spargel erhalten.

Mais

 

Frischer Zuckermais ist eines der gehaltvollsten Gemüse. Die Inhaltsstoffe des Mais sind vergleichbar mit denen von Erbsen: beide enthalten Eiweiß, Zucker, B- und C-Vitamine, Kalium und Phosphor.

 

Mais enthält reichlich Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Fluor, Magnesium, Natrium, Kieselsäure, Selen, B-Vitamine, zellschützende Karotinoide, Phenolsäuren. In Keimen und Keimöl ist deutlich mehr Vitamin E enthalten.

Die Körner enthalten eine ausgewogenen Zusammensetzung von Kohlenhydraten, Eiweiß, Fett, Mineralien (Calcium, Kalium, Phosphor, Eisen und Natrium), Provitamin A und den Vitaminen B1, B2, B3, B6 und Vitamin C.

Die Kohlenhydrate setzen sich aus Glucose, Fructose und Saccharose zusammen. Gleich nach der Ernte ist der Zuckergehalt am größten, mit zunehmender Lagerdauer wandelt sich der Zucker in Stärke um.

 

Inhaltsstoffe des vollen Mais-Korns:

 

  • 60-70 % Stärke
  • 4-5 % Fett
  • 8-10 % Eiweiß
  • 1,5-2,8 % Fasern
  • ca. 16 % Wasser

 

 

Mais ist für Hunde am bestens als Flockenprodukt verdaulich. Bei der Flockenherstellung wird die Stärkestruktur verändert und die Verdaulichkeit deutlich verbessert.

Ein Stückchen roher Mais ist für den Hund gelegentlich sicher lecker. Dosenmais nur püriert in kleinen Mengen unter die Nahrung geben.

In veganer Alleinnahrung finden sich Maiskörner, die fein gemahlen

werden, um die Außenhülle jedes einzelnen Korns aufzubrechen. Anschließend

werden sie bei hoher Temperatur gekocht, um die Verdaulichkeit zu erhöhen.

 

Oder: Maisgries – dessen harte, grobe Bestandteile gemahlener Maiskörner verwendet werden, die kaum oder keine Rohfaser oder Proteine enthalten.

Maisgries wird meist verwendet, um den Nahrungspellets eine

bessere Form zu verleihen.

 

Vorsicht bei einseitiger Ernährung mit hohem Maisanteil:

 

Pellagra ist eine Erkrankung, die durch Mangel an Vitamin B3 (Niacin) ausgelöst wird. Pellagra tritt auf, wenn die Nahrung hauptsächlich aus Mais oder Sorghumhirse besteht. Die dort vorliegende gebundene Form des Niacins (Niacytin) kann vom Organismus des Hundes nicht ausreichend verwertet werden.

Hautveränderungen bilden sich typischerweise an dem Sonnenlicht ausgesetzten Stellen (Hände, Unterarme, Gesicht, Nacken). Die psychischen Erkrankungen werden mit dem Tryptophanmangel in Zusammenhang gebracht.

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