Einen Hund vegan ernähren – ist das Tierquälerei?

 

Den größten Einspruch verursacht das Argument, das der Hund ein Fleischfresser ist, der Entzug tierhaltiger Nahrung nicht artgerecht ist, und der Hund davon erkranken, schwächlich und wenig widerstandsfähig sein wird.

 

Natürlich ist dies einer der ersten logischen Gedankengänge die all jene bewegen, die zum ersten Mal von einer alternativen Hundeernährung erfahren. Oberflächlich betrachtet, scheint die vegane Ernährung ein Eingriff in die naturgegebenen organischen Gegebenheiten des Hundes zu sein.

 

Mit dieser Kritik konfrontiert versucht diese Webseite zu belegen, das der Hund vegane Nahrung genau so gut verwerten und nutzen kann, wie jeder andere Hund, der sein Dosenfutter erhält und dabei gesund bleibt.

Denn der Hund ist kein reiner Carnivore wie die Katze.

Siehe: physiologische Besonderheiten des Hundes

Ein Eingriff in die naturgegebenen Bedürfnisse des Hundes wird tagtäglich vollzogen, immer dann, wenn der Hund allein leben muss, kein Rudel haben darf, im Tierheim sitzt, stundenlang nur auf seinen Menschen wartet, oder seine Grundbedürfnisse missachtet werden. Auch jegliche Ernährung, die aus vorgefertigter Dosen- oder Trockennahrung besteht ist immer ein Eingriff in seine Natur. Dennoch ist jedem bewusst, dass der Hund nicht Selbstversorger und frei lebendendes Wildtier sein kann.

 

Jeder ehrliche Hundefreund wird versuchen, seinem Hund die Lebensbedingungen so gut wie möglich zu gestalten, ihm Freiheiten und Lebensfreude bescheren, dabei Grundregeln des Zusammenlebens so gestalten, das Mensch und Hund zufrieden und seinen Bedürfnissen gerecht Leben erleben können.

 

Ein grundlegendes Recht für den Hund besteht auch darin, dass er die Nährstoffe erhält, die die ihn gesund erhalten, nähren, wachsen und gedeihen lassen. Eine Zusammenstellung seiner Nahrung, die allen seinen Bedürfnissen gerecht wird, ist unabdingbar im Zusammenleben mit dem Hund.

Natürlich bietet die vegane Ernährung dem Hund kein getötetes Tier.

Keine Teile von Tieren, und keine Produkte aus der Tierausbeutungsindustrie.

 

Auch wenn dies manch einem als unabdingbar erscheinen mag, das ist es nicht. Um an alle notwendigen Nährstoffe, Substanzen und Co-faktoren für eine gesunde Ernährung zu gelangen, ist der Weg über das getötete Tier nicht notwendig. Für den Menschen nicht, und auch nicht für den Hund.

 

Der Schlüssel liegt einzig und allein in der Art und Weise der Zubereitung seiner Nahrung. Menschen, die sich vorstellen, der vegan ernährte Hund würde morgens Brot, Mittag Gurken und Äpfel und abends ein Bund Getreide erhalten, werden auf dieser Webseite nachlesen können und erfahren können, das die Verarbeitung und Herstellung seiner veganen Nahrung ein völlig anderes Bild auf die pflanzliche Ernährung des Hundes liefern wird.

 

Grundlegend wird für Hundenahrunge Fleisch (Proteinquelle) mit einer Kohlenhydratquelle kombiniert und mit reichlich naturbelassenem Obst und Gemüse anreichert.

Der Unterschied zur vegane Ernährung besteht darin, dass die Proteinquelle eine andere ist, und sorgsam mit weiteren Proteinquellen kombiniert wird, um ein optimales Verhältnis der essentiellen Aminosäuren zu erhalten. Diese Grundkomponenten werden in ihrer Zubereitung entsprechend der Verdauung des Hundes angepasst, damit sein Verdauungssystem in der Lage ist, alle Nährstoffe bestmöglich zu nutzen.

 

Entscheidend ist, dass der Hund alle Nährstoffe erhält.

 

Der Organismus unterscheidet auch beim Hund nicht, ob die Aminosäure pflanzlicher Herkunft oder tierischer Herkunft ist. Das spielt für die Nutzung der Aminosäure keine Rolle. Wichtig ist, dass er alle Aminosäuren erhält, die er benötigt um körpereigenes Gewebe aufzubauen. Je mehr eine Aminosäurenkombination der zu bildenden Körpereinweißstruktur ähnelt, umso hochwertiger kann diese Aminosäurenkombination bewertet werden. Dies ist mit der richtigen pflanzlichen Proteinkombination ganz unkompliziert möglich.

 

Pflanzliche Proteinquellen wie z.B. Bohnen in Kombination mit Mais haben auch für den Hund eine Wertigkeit von fast 100%.

Getreideprodukte mit Kartoffeln, Gemüse und Sojabohnen sind für den Hund in gut zubereiteter Form effektive vollwertige Nahrungszusammenstellungen.

 

Vegane Ernährung ist keine mangelhafte Ernährung, sie entzieht dem Hund keine essentiellen Nährstoffe und sie garantiert, bei optimaler Zusammenstellung und Zubereitung dem Hund Gesundheit und Wohlergehen, wenn gesichert werden kann, das er alle Nährstoffe zu sich nimmt und diese auch verwerten kann.

Pflanzliche Hundeernährung vom Tierarzt oder aus dem Futtermittelfachhandel

 

Hunde, die mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten leben müssen, werden oft vegetarisch oder rein pflanzlich ernährt, ganz ohne dass sie schwächlich, oder kränklich erscheinen. Jeder Tierarzt kann rein pflanzliche Fertignahrungen für einen solchen Hund ordern und diesem verschreiben. Diese Fertignahrungen sind auf der oben genannten Basis konzipiert und enthalten für den betreffenden Hund alle lebenswichtigen Nährstoffe.

 

Dass dies möglich ist, zeigt, dass die Nahrungsmittelindustrie sich längst mit dem pflanzlich ernährten Hund befasst hat und ihm Fertigprodukte anbieten kann. Auch wenn diese nicht explizit, für den aus ethischen Gründen vegan ernährten Hund konzipiert wurden, zeigen sie doch, das pflanzliche Ernährung des Hundes keine absurde oder abwegige Ernährungsform ist. Der Hund selbst, mit seinen durch die Zivilisation hervorgerufenen Problemen, machte die Futtermittelindustrie und die Veterinärmedizin darauf aufmerksam. Vor allem die Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien, die auch Hunde gegen tierische Proteine zeigen können, legten den Grundstein zur Entwicklung rein pflanzlicher Alleinnahrungen und Fertigfuttermitteln.

 

Rein pflanzliche Leckerchen, Hundekuchen und viele verschiedene feste und elastische Kauartikel sind längst in jedem Zoofachmark erhältlich. Manch ein Tierfreund hat pflanzliche Zahnpflegestangen oder Leckerchen für seinen Hund gekauft, von dem er noch nicht einmal wusste das diese rein pflanzlich hergestellt wurden, und der Hund hat sie gegessen, weil es ihm geschmacklich entgegen kam und er ein weiteres verlanget.

 

 

Biologisch alternative respektvolle Ernährung

 

Eine  BARF Fütterung ist der Verdauung des Hundes sicher angemessen, stünde da nicht das millionenfache Tierleid dahinter, die Degradierung eines Tieres zu „Nutztierzwecken“, die Verwendung von Kühen zu Gebär- und Milchmaschinen, etc., die Missachtung der Bedürfnisse dieser Tierarten.

 

Vegan denkende Menschen haben jede einzelne zerlegte Kuh vor Augen, deren Leid und um so viele Jahre vorzeitiges Lebensende sie nicht wollen, deren ausgeschöpfte Lebenszeit sie ihr wünschen würden. Auch die Kuh möchte ihre vollen möglichen Lebensjahre erleben, wie ein Hund um dessen möglichst hohe Lebenserwartung auch mit der Barf -Ernährung erreicht werden soll.

 

Der Hund kann mit gesunder veganer Ernährung viele schöne Jahre erleben, die Kuh dies niemals, sie muss Opfer sein, auf dem täglichen Wege der Liebe des Menschen zu seinem Hund.

 

Sowohl dem Hund, als auch der Kuh ist ein glückliches Leben und eine möglichst lange zufriedene Lebenszeit zu wünschen. Aus diesem Grunde geht die vegane Hundeernährung einen anderen, aber alternativ vollwertigen Weg, und erhält den Hund dabie gesund und lebensfroh.

 

Kompetent umgesetzte vegane Hundeernährung ist eine alternative respektvolle, ausgewogene und gesunde Ernährung.

Der Art gerecht werden

 

Vegane Hundernährung wird der Art des Hundes gerecht.

 

Sie garantiert ihm, eine Nahrung zu erhalten, die ALLE notwendigen Nährstoffe erhält. Der Organismus hat ein Bedürfnis nach Nährstoffen, die ihn vollwertig ernähren.

Vegane Nahrungszusammenstellung muss alle notwendigen Stoffen zum Nähren des Körpers bereitstellen und in gut verdaulicher Weise angeboten werden. Das allein verlangt eine artgerechte Fütterung.

 

Eine, der Art gerechten Ernährung, die eine komplette inhaltlich ausgewogene Nährstoffzusammensetzung erreicht, wird dem Hund und somit seinen verdaulichen und organischen Gegebenheiten gerecht. Das ist das Ziel.

 

Sehen wir den Hund in seiner heutigen Lebensform, dann möchten wir dass er in seiner Gesamtheit artgerecht leben kann. Das heißt, ein schutzbedürftiges Tier findet Aufnahme und kann so gut wie nur irgend möglich frei leben, mit seinem Rudel glücklich sein, und er kann Vertrauen in die menschliche Verantwortung als Alphatier legen.

 

Bei der komplexen Betrachtung einer bestmöglich erreichbaren und seiner Art gerechten Lebensweise ist mit eingeschlossen, das ein Hund, ein Rudel haben muss, und immer auch bei diesem leben kann. Nicht aussortiert in einem Zwinger, sondern bei und neben seinen Menschen und seinen Hundekollegen.

 

Die Bilder aller hier vorgestellten gesunden und fröhlichen, gut genährten Hunde, denen ihre Mahlzeit schmeckt, ist keine Fiktion oder Theorie, es sind einfach lebensfrohe gesund ernährte Hunde.

 

Regelmäßige gesundheitliche Kontrollen, Organprofile und die Beobachtung ihres Befindens zeigen, das sie nichts entbehren. Ihr glückliches Leben wird in keiner Weise dadurch beeinträchtig, das ihre Nährstoffquellen pflanzlicher Natur sind. Auch die Tatsache dass ihre Kauartikel und Leckerchen pflanzlicher Herkunft und Verarbeitung sind. Dem Hund ist dies gleich. Er hat alles was er braucht zu seiner Verfügung und kann sich wie jeder andere Hund im Leben weiterentwickeln, und das Leben genießen.

 

Sasha lebte über die Hälfte ihrer Lebenszeit vegan und wurde 15 Jahre alt.

Tarko lebte  fast 10 Jahre vegan und wurde 15 Jahre alt.

Phoebe lebte ihre Seniorenzeit vegan wurde 13 Jahre alt.

Nuschka ist 3 Jahre und lebt seit 2,5 Jahren vegan

Darija ist 2 Jahre und lebt seit ihrem 9. Monat vegan.

(Stand Dezember, 2014)

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